Weltkirche

Wer wir sind

Der Arbeitskreis „Weltkirche“ versteht sich im Auftrag des PGR als Bindeglied zwischen der Erlösergemeinde und den Glaubensgeschwistern in anderen Teilen der Weltkirche, denen es oftmals nicht so gut geht wie uns. Sei es aus materiellen, strukturellen oder auch politischen Gründen. Gemeinsam mit „unseren“ Spenderinnen und Spendern versuchen wir den Rat des Apostels Paulus zu beherzigen, den er im zweiten Brief an die Gemeinde in Korinth folgendermaßen formuliert (Kapitel 8, Verse 7-15):

„Wie ihr aber an allem reich seid, an Glauben, Rede und Erkenntnis, an jedem Eifer und an der Liebe, die wir in euch begründet haben, so sollt ihr euch auch an diesem Liebeswerk mit reichlichen Spenden beteiligen. Ich meine das nicht als strenge Weisung, aber ich gebe euch Gelegenheit, angesichts des Eifers anderer auch eure Liebe als echt zu erweisen. Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: Er, der reich war, wurde euretwegen arm, um euch durch seine Armut reich zu machen.

Ich gebe euch nur einen Rat, der euch helfen soll; ihr habt ja schon voriges Jahr angefangen, etwas zu unternehmen, und zwar aus eigenem Wollen. Jetzt sollt ihr das Begonnene zu Ende führen, damit das Ergebnis dem guten Willen entspricht – je nach eurem Besitz. Wenn nämlich der gute Wille da ist, dann ist jeder willkommen mit dem, was er hat, und man fragt nicht nach dem, was er nicht hat. Denn es geht nicht darum, dass ihr in Not geratet, indem ihr anderen helft; es geht um einen Ausgleich. Im Augenblick soll euer Überfluss ihrem Mangel abhelfen, damit auch ihr Überfluss einmal eurem Mangel abhilft. So soll ein Ausgleich entstehen, wie es in der Schrift heißt: Wer viel gesammelt hatte, hatte nicht zu viel, und wer wenig, hatte nicht zu wenig.“

Mitglieder im Arbeitskreis (Foto von 2017):

Kontakt:
Nikolaus Faiman
Tel: 0676 / 880 708 213
E-Mail: Nikolaus Faiman

Unsere Aktivitäten:

  • „Unser Sonntag der Weltkirche“: thematische Gestaltung von zwei Sonntagen im Arbeitsjahr (Herbst und Frühjahr)
  • …wobei jener im Oktober mit dem Anliegen des Weltmissionssonntags verknüpft wird
  • Gebet für verfolgte Christen im Rahmen der Aktion „Kerze der Hoffnung“ an mehreren Sonntagen
  • Ausrichtung von Pfarrcafes (meist 4. Sonntag im Monat)
  • Zusammenarbeit mit dem „Weltladen“ Wiener Neustadt – Angebot fair gehandelter Waren 2x pro Jahr im Rahmen des Pfarrcafes
Unser Sonntag der Weltkirche

Wie alles begann

1983, das Jahr der Initiative
Gründung der Partnerschaft zwischen dem Dekanat Wiener Neustadt und der Prälatur Infanta auf Initiative von Florian Kuntner und Julio Xavier Labayen OCD

Weihbischof Florian Kuntner (1933-1994), damals Bischofsvikar für das Vikariat Unter dem Wienerwald und Propstpfarrer der Propstei- und Hauptpfarre in Wiener Neustadt
Bischof Julio Xavier Labayen OCD (1926-2016), Prälat von Infanta auf der Insel Luzon der Philippinen

Bischöfe von Infanta seit 1983:

  • Julio Xavier Labayen OCD (1966–2003)
  • Rolando Joven Tria Tirona OCD (2003–2012)
  • Bernardino Cruz Cortez (seit 2014)

Die Anfänge in der Erlöserkirche 1987:
Weihbischof Florian Kuntner wird zum Bischofsvikar für Mission und Entwicklungshilfe ernannt.
Sein Aufruf bewirkt…
      …die Errichtung dieses Arbeitskreises für Mission und Weltkirche
         Gründungsmitglieder: Johanna Rohorzka, Fritz Roth und Gottfried Schüller
      …Erntedankfest 1987: Erster Besuch einer Gruppe aus Infanta
         unter Führung von Father Tony Festin.

Wir danken den ausgeschiedenen Mitgliedern für ihr Engagement:
Johanna Rohorzka: 1987 – 1997
Gottfried Schüller: 1987 – 2007
Josef Burgstaller: 1988 – 2018
Monika Hinterhölzl: 1991 – 1996
Stefan Urani: 1991 – 2012

Laufende Projekte

Für finanzielle Unterstützung unserer Projekte:
AT88 2026 7000 0150 9157
Unser Spendenkonto, lautend auf Mag. Andreas Popp bzw. Mag. Nikolaus Faiman

Arbeitskreis Weltkirche

Neben dem Gebet füreinander beruht unsere projektmäßige Unterstützung der Glaubensgeschwister in Infanta auf:

  • Mit unseren „Schülerpatenschaften, die Kindern aus ärmeren Bevölkerungsschichten den Besuch der katholischen „Mount Carmel High School“ ermöglichen, verhelfen wir ihnen zu einer fundierten Schulausbildung und sichern zugleich durch stabile Schülerzahlen die Posten der Lehrkräfte an diesen privaten Institutionen, die sich gegen die Konkurrenz der staatlichen Schulen behaupten müssen. Dafür werden jährlich €3.000.- aufgewendet.

Stationen des Kontaktes in den letzten Jahren:

  • 2012 Besuch einer Gruppe aus Infanta in Wr. Neustadt
  • 2013 Besuch von Father Manny Leyran aus Dingalan und Lehrer Andy Boncayo aus General Nakar im Oktober, Präsentation einer DVD zum 30. Geburtstag der Partnerschaft durch Hubert Haschka
  • 2014 Besuch von Pfarrer P. Walter Ludwig OCist vom Neukloster und weiteren 4 Personen in der Prälatur im Sommer; persönliche Berichte davon im September auch in der   Erlöserkirche.
    Dank eines Kooperationsvertrags mit der DKA der Katholischen Jungschar können die Spenden ab dem Jahr 2014 steuerlich abgesetzt werden.
  • 2015 zu Jahresbeginn, erneute Reise von P. Walter auf die Philippinen anlässlich der Amtseinführung von Bischof Bernardino; im Sommer Volontariat durch zwei Maturantinnen aus Wiener Neustadt, Sarah Macheiner und Anna Gatschnegg
  • 2016 März: Sarah und Anna berichten auch in der Erlöserkirche
            27.04.: Ableben von Alt-Bischof Julio Xavier Labayen OCD
            September: Besuch des neuen Bischofs Bernardino Cruz Cortez und Father Nilvon C. Villanueva in Wiener Neustadt; Fr. Nilvon feiert am 18.09. die heilige Messe in der Erlöserkirche
  • 2017 Bettina Iby präsentiert im März einen interessanten Bericht über ihren Arbeitseinsatz beim Schulneubau für die Agdas (indigene Bevölkerungsgruppe) in Dipontian im Sommer 2016.
  • 2018 Auf Initiative von Sarah Macheiner und Anna Gatschnegg formiert sich ein neues „Infanta-Team“, zu welchem der Arbeitskreis Weltkirche der Erlöserkirche weiterhin Kontakt hält

Zustandekommen dieses Projektes: Der AK Weltkirche der Erlöserkirche hat zunächst die Patenschaft für folgende junge Männer übernommen, und zwar im Rahmen der Initiative „Priester-Patenschaften“ von „Missio – Päpstliche Missionswerke in Österreich“, die seit vielen Jahren von dieser Organisation betreut wird: 
Unsere priesterlichen Patensöhne:

  • Father Samuel Malamulo (seit 1992)
  • Father Felix Kalawe (seit 1993)
  • Father Harry Mpira (seit 1996)
  • Father Fredrick Chinkhoma (seit 2000)
  • Father Andrew Chunda (seit 2004)

Mittlerweile sind alle zum Priester geweiht und versehen unter ganz unterschiedlichen – meist sehr schwierigen – Bedingungen ihren Dienst in Malawi. Da es in Malawi kein System des Kirchenbeitrages wie in Österreich gibt, unterstützt der AK Weltkirche die priesterlichen Tätigkeiten der Patensöhne nicht nur durch Gebet und Kommunikation, sondern auch finanziell.
Nach einer Evaluierung fokussiert sich der AK Weltkirche der Erlöserkirche explizit auf die Unterstützung des Aids-Waisen-Hilfswerks von Father Fredrick Chinkhoma.

2019 Aufgrund schwerer Verwüstungen in Ostafrika durch den Tropensturm „Idai“ im Frühjahr 2019, wovon auch das Pfarrgebiet von Father Fredrick betroffen war, ermöglichte der Arbeitskreis eine einmalige Soforthilfe.

Als aktuelles, längerfristiges Projekt wird der Bau und Betrieb einer Maismühle unterstützt.

2020 Auch in Malawi hat die Covid-19-Pandemie ihre Spuren hinterlassen, weshalb der AK Weltkirche die Überweisung der üblichen jährlichen Finanzmittel im Sinne einer Soforthilfe vorgezogen hat.

Kontaktperson: Projektkoordinator Stefan Maier, MA (Info und Kontakt)

Die ICO wurde 1989 von Prof. Dr. Hans Hollerweger als „Initiative Christlicher Orient – Freunde des Tur Abdin“ gegründet. Seit 2009 ist der Verein ein Hilfswerk mit Spendenabsetzbarkeit, sowie ein außerordentliches Mitglied der Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission (KOO). Anlass der Gründung war die Auswanderung syrisch-orthodoxer Christen aus der Osttürkei, vorwiegend aus dem Gebiet des Tur Abdin.

Die Tätigkeiten des Vereins weiteten sich nach dem Irak-Kuwait-Krieg auf den ganzen Nahen und Mittleren Osten aus.

Die Unterstützung des AK Weltkirche der Erlöserkirche für ICO setzt einen bewussten Schwerpunkt auf die Schulbildung im Libanon, im Sinne einer Investition auf Zukunft, zugunsten der heranwachsenden Generationen. Damit reiht sich auch dieses vierte von uns unterstützte Projekt ein in unsere ähnlichen Bemühungen für die jungen Menschen auf den Philippinen, in Malawi und auf St. Kitts.

Nähere Informationen zu den Projekten von ICO im Libanon sind auf der Homepage der „Initiative Christlicher Orient“ zu finden.

  • 2019 stellte Projektkoordinator Stefan Maier am 13.10. ICO im Rahmen eines Vortrages im Gemeindezentrum persönlich vor

Durch Dr. Elisabeth Karamat, eine österreichische Diplomatin und Entwicklungshelferin, hatten wir – auf Vermittlung von Mag. Christian Zettl, Referat für Weltkirche, Mission und Entwicklungsförderung der Erzdiözese Wien – Kontakt bekommen zu einer biologischen Landwirtschafts-Initiative, die Risikojugend und Arbeitslose einbindet. Gegründet war das Projekt 2012 von Farmbesitzer Stennett „Kwando“ Harvey worden, der leider am 29. Mai 2020 mit 55 Jahren einem Raubmord zum Opfer gefallen ist.

Die Rahmenbedingungen hatten sich zuletzt bereits verändert; diese äußerst tragische Zäsur gab den letzten Anstoß, unsere Unterstützung auch wieder zu beenden. Diese Unterstützung hatte konkret darin bestanden, dass wir drei jungen Männern mit unserem Beitrag ermöglichen konnten, jeweils einen Lehrgang für Biofarming an der Richmond Vale Academy (u.a. von der UNO unterstützt) auf St. Vincent, einer südlichen Nachbarinsel von St. Kitts, zu absolvieren: Kevin Saunders, Dion Burke bzw. Jamie Huggins.