Was ist das?
GEBET:
Gott, du leitest und behütest uns durch deinen Geist.
Erweise an uns deine Barmherzigkeit und erhöre unsere Gebete,
damit durch deine Gnadengaben unser Glaube erstarke.
SCHRIFTSTELLE: RÖM 8,14-17
Schwestern und Brüder! Alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Kinder Gottes. Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen,
sodass ihr immer noch Furcht haben müsstet, sondern ihr habt den Geist der Kindschaft empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater!
Der Geist selber bezeugt unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind. Sind wir aber Kinder, dann auch Erben;
Erben Gottes und Miterben Christi, wenn wir mit ihm leiden, um mit ihm auch verherrlicht zu werden.
MEDITATION:
Was bedeutet für mich „Vertrauen“?
Welche Erfahrungen von Kindheit an verbinde ich damit?
Bei welcher Gelegenheit wurde das Vertrauen verletzt oder erschüttert?
Was verhindert und schützt vor „Misstrauen“?
FÜRBITTEN:
Wir bitten um den Geist des Vertrauens.
„Gib dem Volk, das dir vertraut, das auf deine Hilfe baut, deine Gaben zum Geleit.“
(Vgl. Pfingstsequenz, Gotteslob Nr. 344)
VATER UNSER
GEBET:
Gott, du hast die vielen Völker im Bekenntnis deines Namens geeint.
Gib, dass alle, die aus dem Wasser der Taufe wiedergeboren sind, eins werden im Glauben und in Werken der Liebe.
SCHRIFTSTELLE: KOL 3,9B-17
Schwestern und Brüder! Ihr habt den alten Menschen mit seinen Taten abgelegt und habt den neuen Menschen angezogen, der nach dem Bild
seines Schöpfers erneuert wird, um ihn zu erkennen.
Da gibt es dann nicht mehr Griechen und Juden, Beschnittene und Unbeschnittene, Barbaren, Skythen, Sklaven, Freie, sondern Christus ist alles und in allen.
Bekleidet euch also, als Erwählte Gottes, Heilige und Geliebte, mit innigem Erbarmen, Güte, Demut, Milde, Geduld!
Ertragt einander und vergebt einander, wenn einer dem anderen etwas vorzuwerfen hat! Wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr!
Vor allem bekleidet euch mit der Liebe, die das Band der Vollkommenheit ist! Und der Friede Christi triumphiere in euren Herzen.
Dazu seid ihr berufen als Glieder des einen Leibes. Seid dankbar!
Das Wort Christi wohne mit seinem ganzen Reichtum bei euch. In aller Weisheit belehrt und ermahnt einander! Singt Gott Psalmen, Hymnen und geistliche Lieder in Dankbarkeit in euren Herzen!
Alles, was ihr in Wort oder Werk tut, geschehe im Namen Jesu, des Herrn.
Dankt Gott, dem Vater, durch ihn!
MEDITATION:
In welchen Situationen habe ich das Miteinander und Füreinander besonders erfahren?
Welche Personen sind mir darin ein Vorbild?
Welche Grundhaltung, die der Apostel Paulus in der Schriftstelle nennt, will ich für mich unterstreichen?
Worin liegt mein größtes Versagen?
FÜRBITTEN:
Wir bitten um den Geist des wahrhaftigen Miteinanders.
„Komm herab, o Heil’ger Geist, der die finstre Nacht zerreißt,
strahle Licht in diese Welt. – Komm, der alle Armen liebt,
komm, der gute Gaben gibt, komm, der jedes Herz erhellt.“
(Vgl. Pfingstsequenz, Gotteslob Nr. 847,1-2)
VATER UNSER
GEBET:
Gott, bewahre dem Volk der Erlösten deine Liebe und Treue.
Das Leiden deines Sohnes hat uns gerettet, sein Geist, der von dir ausgeht, führe uns den rechten Weg.
SCHRIFTSTELLE: APG 2,1-11
Als der Tag des Pfingstfestes gekommen war, waren alle zusammen am selben Ort.
Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Und alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt und begannen, in anderen Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.
In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden. Sie waren fassungslos vor Staunen und sagten: Seht! Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden? Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören: Parther, Meder und Elamiter, Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadokien, von Pontus und der Provinz Asien, von Phrygien und Pamphylien, von Ägypten und dem Gebiet Libyens nach Kyrene hin, auch die Römer, die sich hier aufhalten, Juden und Proselyten, Kreter und Araber –
wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden.
MEDITATION:
Was ist mein sehnlichster Wunsch?
Mit wem gelingt zur Zeit die Verständigung sehr gut bzw. sehr schwer?
Welche Gesten und Haltungen können meine Kommunikation verbessern?
FÜRBITTEN:
Wir bitten um den Geist des Dialoges.
„Komm, Heil’ger Geist, mit deiner Kraft, die uns verbindet und Leben schafft.
Schenke uns von deiner Liebe, die vertraut und die vergibt. Alle sprechen
eine Sprache, wenn ein Mensch den andern liebt.“ (Vgl. Gotteslob Nr. 840,3)
VATER UNSER
GEBET:
Gott, du heiligst deine Kirche in jedem Volk und jedem Land.
Gieße die Gaben deines Geistes über die ganze Erde aus.
Und was deine Gnade gewirkt hat, als die Frohe Botschaft ihren Anfang nahm, das wirke sie jetzt in den Herzen aller Gläubigen.
SCHRIFTSTELLE: 1 KOR 12,3B-13
Schwestern und Brüder! Keiner kann sagen: Jesus ist der Herr!, wenn er nicht aus dem Heiligen Geist redet. Es gibt verschiedene Gnadengaben,
aber nur den einen Geist. Es gibt verschiedene Dienste, aber nur den einen Herrn. Es gibt verschiedene Kräfte, die wirken, aber nur den einen
Gott: Er bewirkt alles in allen. Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes geschenkt, damit sie anderen nützt. Dem einen wird vom Geist die
Gabe geschenkt, Weisheit mitzuteilen, dem anderen durch denselben Geist die Gabe, Erkenntnis zu vermitteln, einem anderen in demselben Geist
Glaubenskraft, einem anderen – immer in dem einen Geist – die Gabe, Krankheiten zu heilen, einem anderen Kräfte, Machttaten zu wirken, einem anderen prophetisches Reden, einem anderen die Fähigkeit, die Geister zu unterscheiden, wieder einem anderen verschiedene Arten von Zungenrede, einem anderen schließlich die Gabe, sie zu übersetzen.
Das alles bewirkt ein und derselbe Geist; einem jeden teilt er seine besondere Gabe zu, wie er will.
Denn wie der Leib einer ist, doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obgleich es viele sind, einen einzigen Leib bilden: So ist es auch mit Christus.
Durch den einen Geist wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib aufgenommen, Juden und Griechen, Sklaven und Freie; und alle wurden wir mit dem einen Geist getränkt.
MEDITATION:
Wie zeigt sich die Vielfalt der Begabungen in meinem Umfeld?
Mit welchen Gaben kann ich mich einbringen und entfalten?
Was hilft mir das Gute und Schöne im Anderen zu entdecken,
anzunehmen und wertzuschätzen?
FÜRBITTEN:
Wir bitten um den Geist der Beteiligung und Anteilnahme.
„Atme in uns, Heiliger Geist, brenne in uns, Heiliger Geist, wirke in uns,
Heiliger Geist, Atem Gottes, komm! Komm, du Geist, mach du uns eins,
komm du Geist, erfülle uns. Komm, du Geist, und schaff uns neu, wir
ersehnen dich.“ (Vgl. Gotteslob Nr. 346)
VATER UNSER
GEBET:
Gott, du hast das österliche Geheimnis im Geschehen des Pfingsttages vollendet und Menschen aus allen Völkern das Heil geoffenbart.
Vereine im Heiligen Geist die Menschen aller Sprachen und Nationen zum Bekenntnis deines Namens.
SCHRIFTSTELLE: RÖM 8,22-27
Schwestern und Brüder! Wir wissen, dass die gesamte Schöpfung bis zum heutigen Tag seufzt und in Geburtswehen liegt.
Aber nicht nur das, sondern auch wir, obwohl wir als Erstlingsgabe den Geist haben, auch wir seufzen in unserem Herzen und warten darauf, dass wir mit der Erlösung unseres Leibes als Söhne und Töchter offenbar werden.
Denn auf Hoffnung hin sind wir gerettet. Hoffnung aber, die man schon erfüllt sieht, ist keine Hoffnung. Denn wie kann man auf etwas hoffen, das man sieht?
Hoffen wir aber auf das, was wir nicht sehen, dann harren wir aus in Geduld. So nimmt sich auch der Geist unserer Schwachheit an. Denn wir wissen nicht, was wir in rechter Weise beten sollen; der Geist selber tritt jedoch für uns ein mit unaussprechlichen Seufzern. Der die Herzen erforscht, weiß, was die Absicht des Geistes ist. Denn er tritt so, wie Gott es will, für die Heiligen ein.
MEDITATION:
Mit welchen Personen bin ich derzeit unterwegs? Was ist mein Ziel?
Welche biblische Botschaft nährt mich für den gemeinsamen Weg?
Wo braucht es einen neuen Aufbruch? Wofür lohnt es sich, den Weg zu
wagen?
FÜRBITTEN:
Wir bitten um den Geist der Einheit in der Vielfalt.
„Wärme du, was kalt und hart, löse, was in sich erstarrt, lenke, was den
Weg verfehlt.“ (Vgl. Pfingstsequenz, Gotteslob Nr. 344,8)
VATER UNSER
GEBET:
Gott, der Heilige Geist, der von dir ausgeht, erleuchte unser Herz und unseren Sinn.
Er führe uns in die volle Wahrheit ein, wie dein Sohn verheißen hat,
der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
SCHRIFTSTELLE: JOH 10,9-15
In jener Zeit sprach Jesus: Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden.
Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten;
ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.
Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe.
Der bezahlte Knecht aber, der nicht Hirt ist und dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen, lässt die Schafe im Stich und flieht; und der Wolf reißt sie
und zerstreut sie. Er flieht, weil er nur ein bezahlter Knecht ist und ihm an den Schafen nichts liegt.
Ich bin der gute Hirt; ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich, wie mich der Vater kennt und ich den Vater kenne; und ich gebe mein Leben hin für die Schafe.
MEDITATION:
Wie nehme ich die Sorge für Andere wahr?
Für wen bin ich wie ein guter Hirt?
Was fordert mich heraus? Wo stoßen wir an unsere Grenzen?
Wie unterstütze ich Personen, die besondere Leitungsverantwortung
übernommen haben?
FÜRBITTEN:
Wir bitten um den Geist der Verantwortung.
„Komm herab, o Heil’ger Geist … Ohne dein lebendig Wehn kann im
Menschen nichts bestehn, kann nichts heil sein noch gesund.“
(Vgl. Pfingstsequenz, Gotteslob Nr. 847,6)
VATER UNSER
GEBET:
Gott, sende den Heiligen Geist auf uns herab.
Er wohne in uns und mache uns zum Tempel seiner Herrlichkeit.
SCHRIFTSTELLE: JES 61,1-3A
Der Geist Gottes, des Herrn, ruht auf mir. Denn der Herr hat mich gesalbt;
er hat mich gesandt, um den Armen frohe Botschaft zu bringen, um die zu heilen, die gebrochenen Herzens sind, um den Gefangenen Freilassung
auszurufen und den Gefesselten Befreiung, um ein Gnadenjahr des Herrn auszurufen, einen Tag der Vergeltung für unseren Gott, um alle
Trauernden zu trösten, den Trauernden Zions Schmuck zu geben anstelle von Asche, Freudenöl statt Trauer, ein Gewand des Ruhms statt eines verzagten
Geistes.
MEDITATION:
Was kennzeichnet meine Spiritualität im Alltag?
Von wem lassen wir uns geistlich begleiten?
Welcher Bereich wurde von mir vernachlässigt oder übersehen?
FÜRBITTEN:
Wir bitten um den Geist, der lebendig macht.
„Entflamme Sinne und Gemüt, dass Liebe unser Herz durchglüht und unser
schwaches Fleisch und Blut in deiner Kraft das Gute tut.“
(Vgl. Gotteslob Nr. 342,4)
VATER UNSER
GEBET:
Gott, sende uns den Heiligen Geist und entzünde in unseren Herzen das Feuer deiner Liebe,
damit unser Sinnen und Trachten suche, was dir gefällt,
und wir dich aufrichtig lieben in unseren Brüdern und Schwestern.
SCHRIFTSTELLE: EPH 1,15-19A
Ich höre nicht auf, für euch zu danken, wenn ich in meinen Gebeten an euch denke; denn ich habe von eurem Glauben an Jesus, den Herrn, und
von eurer Liebe zu allen Heiligen gehört.
Der Gott Jesu Christi, unseres Herrn, der Vater der Herrlichkeit, gebe euch den Geist der Weisheit und Offenbarung, damit ihr ihn erkennt.
Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung ihr durch ihn berufen seid, welchen Reichtum die Herrlichkeit seines Erbes den Heiligen schenkt
und wie überragend groß seine Macht sich an uns, den Gläubigen, erweist durch das Wirken seiner Kraft und Stärke.
MEDITATION:
Was sind für mich die Zeichen der Zeit?
Warum sind meine Augen, Ohren, Herzen, Sinne oft verschlossen
für die Spuren Gottes in dieser Welt?
Bei welcher Gelegenheit bin ich unsensibel oder sogar grob gegenüber
Anderen?
Was lockt und zieht mich?
FÜRBITTEN:
Wir bitten um den Geist der Sensibilität und Neugier.
„Öffne meine Ohren, Heiliger Geist, damit ich deine Botschaft höre.
Öffne mein Herz, Heiliger Geist, damit ich deine Liebe spüre.“
(Vgl. Gotteslob Nr. 841)
VATER UNSER
GEBET:
Gott, du hast die Herzen deiner Gläubigen durch die Erleuchtung des Heiligen Geistes gelehrt.
Gib, dass wir in diesem Geist erkennen, was recht ist,
und allezeit seinen Trost und seine Hilfe erfahren.
SCHRIFTSTELLE: 1 PETR 4,8-11
Schwestern und Brüder! Haltet vor allem beharrlich fest an der Liebe zueinander; denn die Liebe deckt viele Sünden zu.
Seid untereinander gastfreundlich, ohne zu murren! Dient einander als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat!
Wer redet, der rede mit den Worten, die Gott ihm gibt;
wer dient, der diene aus der Kraft, die Gott verleiht.
So wird in allem Gott verherrlicht durch Jesus Christus. Sein ist die Herrlichkeit und die Macht in alle Ewigkeit. Amen.
MEDITATION:
Wo erlebe ich die Liebe zueinander? Wann wurde ich gastfreundlich
aufgenommen? Wie zeigt sich, dass wir einander dienen?
Welche Zeichen und Gesten gehören zu einer gelungenen
Willkommenskultur?
Was behindert, erschwert oder zerstört eine Willkommenskultur?
FÜRBITTEN:
Wir bitten um den Geist der Offenheit und der Bereitschaft für Neues.
„Komm, Heil‘ger Geist, der Leben schafft!“ (vgl. Gotteslob Nr. 342)
VATER UNSER
entwaffne die Herzen der Gewalttätigen.
befreie die Streitenden aus ihren Konflikten.
läutere die Gedanken der Verhärteten.
begleite die Flüchtenden auf ihrem Weg.
lindere den Schmerz der Trauernden.
bereite eine Heimat in der Fremde.
schenke Worte voller Kraft.
öffne unser Herz und unsere Hände.
Komm, Heiliger Geist!